Sponsoring.Post von der FPÖ

Published: 19. April 2012
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Es ist schon ein ganz besonderes Armutszeugnis für eine Partei, wenn diese ihre Werbung mit einer vormals amtlichen Institution im Absender-Feld tarnen muss, damit diese von den gewünschten Empfängern nicht ungelesen weggeworfen wird. Interessant ist allerdings, dass dies in Österreich tatsächlich möglich ist, weshalb ich die Österreichische Post AG mit folgendem offenen Brief um Aufklärung bitte.

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Sehr geehrte Damen und Herren,

heute habe ich ein korrekt an mich adressiertes neutral-weißes Fensterkuvert erhalten, wobei im sonst für den Absender üblichen Bereich folgendes vermerkt war:

Österreichische Post AG / Sponsoring.Post / GZ 05Z036406S
Retouren an Postfach 555, 1008 Wien

Zu meiner Überraschung musste ich feststellen, dass es sich dabei nicht um ein Schreiben der Österreichischen Post AG, sondern um FPÖ-Werbung von HC Strache und Johann Gudenus handelt.

Warum gestattet es die Österreichische Post AG, der FPÖ ein Schreiben so zu gestalten und zu versenden, dass beim Empfänger der Eindruckt erweckt wird, es handelt sich dabei um eine Mitteilung der Österreichischen Post AG bzw. diese würde die verbreiteten Inhalte unterstützen (Sponsoring)?

Aufgrund der Beschreibung ("mit günstigen Preisen unterstützt") vermute ich, dass der Sponsoring.Post Dienst querfinanziert werden muss. Ich empfinde es als Zumutung, dass ich als Kunde anderer Post-Dienste die Verbreitung von Hetz-Schriften der FPÖ ("linke Chaoten im Amerlinghaus") finanziell unterstützen muss und erwarte daher, dass die Österreichische Post AG mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen diese Art des Mißbrauch einer geförderten Serviceleistung für gemeinnützige Organisationen vorgeht.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Zehetbauer