Den griechischen Banken geht das Geld ausJetzt ist es also soweit: Vier griechische Banken haben nach einem kleinen Ansturm der Sparer offenbar keine hinterlegungsfähigen Sicherheiten mehr, um an Geld von der EZB zu kommen. Die bisher in solchen Fällen übliche Lösung, dass diese Institute eigene Kredite zu einem Wertpapier verpacken und mit einer Staatsgarantie bei der EZB einreichen, ist derzeit in Ermangelung einer griechischen Regierung nicht möglich.
Nun wird sich zeigen, ob die anderen Banken die Rettung dieser Institute ebenso alternativlos sehen, wie zuvor die Regierungen, welche die Stabilität der Eurozone mit der amateurhaften Rettung zahlreicher Banken riskiert und verloren haben.
Nachdem es aufgrund von Artikel 125 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union auch nicht zulässig sein dürfte, dass ein anderer Mitgliedstaat mit einer entsprechenden Staatsgarantie einspringt, sind diese Banken nun davon abhängig, sich über den Interbankenmarkt mit Geld zu versorgen. Ausgerechnet dieser wurde durch die Euro-Krise jedoch schwer geschädigt und praktisch zerstört.